Pakistans letzte Leoparden
Umwelt & Natur in Pakistan

 

Leopard

Indischer Leopard

Indischer Leopard – Lahore Zoo, Sikander Malik 2006

Steckbrief Leopard

Arten in Pakistan

Habitat des Leoparden

Nahrung des Leoparden

Natürliche Feinde des Leoparden

Mensch-Leopard-Konflikt

Schutz des Leoparden

Aktuelle Schutzmaßnahmen

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Steckbrief Leopard

Arten:fusca, saxicolor, millardi, sindica, pernigra
(Laut wwf-Pakistan nur noch millardi in Pakistan – in Nordgebieten)
Nahrung:Affen, Ibex, Sindh Wild Goat, Urial, Chinkara, Wildschwein, Hund, etc.
Habitat:Wald (Nord), Wüste (West -> Südost), Berg (West, Nordwest)
Verbreitung:Nord, Süd
Schutz:Vorteile für Mensch:
Leopard = Zeichen für intaktes Biosystem:
Schutz vor Lawinen
Schutz vor Überschwemmungen
Der Wald als Wasserspeicher
Erholungsmöglichkeit
Tourismus als zusätzliche Einnahmequelle
Natürliche Feinde:-
(Tiger / Löwe bereits ausgestorben)
Potentielle Nahrungskonkurrenten:Schwarzbär (unwahrscheinlich)
Indischer/tibetischer Wolf
Mensch-Leopard-Konflikt:Habitatverlust:Übergrasen
Holzmafia
Nutzlandgewinnung durch Waldbrände
Wildern des Leoparden als Trophäe
Wildern der Beutetiere
Verfolgung aufgrund von Nutztierrissen
Degradierung der Wälder aufgrund von fehlenden anderen Energieressourcen (in vielen Gebieten gibt es noch kein Gas, Strom, etc.)
Gewöhnung der Affen an den Menschen -> Leoparden folgen in die Siedlungen
Menschenfresser


Genaue Informationen zur Individuenzahl in Pakistan gibt es nicht. Schätzungen reichen von 40 Individuen bis zu 250 Individuen in ganz Pakistan.

Mitarbeiter des WWF-Pakistan gehen davon aus, dass der Leopard im Süden des Landes ganz ausgestorben ist und nur noch in den nördlichen Gebieten vorkommt.

Eine Studie in der Nord-West-Frontier-Province von 1997 besagt, dass in diesem Gebiet noch 77 Individuen existieren. Weitere Leoparden dürften noch in Azad Kaschmir leben.

Arten in Pakistan:

In Pakistan könnten eine Reihe verschiedener Unterarten des Leoparden vorkommen. Der indische Leopard (Panthera pardus fusca) und der Kaschmir-Leopard (Panthera pardus millardi) kamen in der Vergangenheit sicherlich vor bzw. sind immer noch unter den in Pakistan lebenden Individuen. Es ist jedoch auch wahrscheinlich, dass der nordiranische Leopard (Panthera pardus saxicolor) in den westlichen Gebieten Pakistans heimisch gewesen ist bzw. immer noch ist. Als natürliche Barriere würde in diesem Fall der Fluss Indus dienen. Auch die in Nepal und Kaschmir lebende Unterart Panthera pardus pernigra könnte in Pakistan vorkommen. Ferner ist es denkbar, dass eine weitere Unterart des Leoparden, der oftmals als Sindh- oder Beluchistan-Leopard bezeichnete Panthera pardus sindica in Pakistan lebt. Ob dies jedoch eine eigene Unterart darstellt oder zu dem indischen bzw. nordiranischen Leoparden gezählt werden sollte, bleibt weiterhin umstritten.

Mitarbeiter des WWF-Pakistan gehen davon aus, dass der Leopard in den südlichen Gebieten des Landes ausgestorben ist. Damit verbunden könnte man davon ausgehen, dass nur noch der Kaschmir-Leopard (und vielleicht noch Restpopulationen des nordiranischen Leoparden) im Norden des Landes leben.

Der indische Leopard, eine Unterart, die auf dem südasiatischen Subkontinent noch nicht ganz so stark bedroht zu sein scheint, wäre damit in Pakistan bereits ausgestorben.

Habitat des Leoparden:

Der Habitat der in Pakistan lebenden Leoparden ist sehr vielfältig und unterscheidet sich je nach Ort des Vorkommens. Im Süden und Südosten lebt der Leopard in Wüsten und Halbwüsten (Unterarten: Panthera pardus fusca/saxicolor und sindica).

Im Südwesten, sowie im Nordwesten ist der Lebensraum durch trockenes bergiges Terrain gekennzeichnet (Unterarten: Panthera pardus saxicolor und sindica).

Im Norden und Nordosten – den Gebieten in Pakistan, in denen heute sicherlich noch Leoparden vorkommen, – leben die Tiere in bewaldeten bergigen Gebieten. Die Unterarten die in diesen Regionen vorkommen sind der Kaschmir-Leopard und möglicherweise auch der Indische und Nordiranische Leopard.

Nahrung des Leoparden:

Die Nahrung des Leoparden in Pakistan unterscheidet sich je nach Ort des Vorkommens und richtet sich ganz nach den Ökosystemen, in denen der Leopard vorkommt.

So ist die Hauptnahrung des Leoparden im Süden und Südwesten des südasiatischen Landes v.a. durch Huftiere, wie dem Urial, der Chinkara-Gazelle und dem Sindh-Wildgoat (Sindh-Wildschaf) geprägt, wogegen die Leoparden im Norden sich eher von Wildschweinen, Affen, Vögeln und Hunden ernähren.

Die Nahrungsgewohnheiten des Leoparden sind in Pakistan noch nicht ausreichend erforscht. Um den Leoparden effektiv schützen zu können, muss dies auf jeden Fall in naher Zukunft geschehen.

Natürliche Feinde des Leoparden:

Der Leopard hat in Pakistan keine natürlichen Feinde mehr. Die einzigen Tiere, die dem Leoparden in Pakistan gefährlich werden konnten waren der Tiger und der asiatische Löwe. Da diese beiden Arten jedoch bereits ausgestorben sind, hat der Leopard keine nennenswerten Gefahren aus dem Tierreich zu fürchten.

Es gibt jedoch Nahrungskonkurrenten für den Leoparden in Pakistan. Der asiatische Gepard teilte sich den Lebensraum mit dem Leoparden im Süden des Landes. Jedoch besetzte der Gepard eine andere ökologische Nische und so kamen sich die 2 Jäger nicht in den Weg.

Der asiatische Schwarzbär ist sowohl Pflanzenfresser, als auch Fleischfresser, jedoch besteht die Nahrung des Schwarzbären nur zu etwa 5-10% aus Fleisch. Somit ist eine starke Nahrungskonkurrenz zum Leoparden ausgeschlossen.

Die Streifenhyäne kommt als Nahrungskonkurrent für den Leoparden im Süden des Landes in Frage. Dieses Tier ist im Süden Pakistans mittlerweile genauso selten wie der Leopard und möglicherweise in weiten Teilen des früheren Verbreitungsgebiets ausgestorben.

Das Gavial und das Sumpfkrokodil könnten im Süden des Landes durchaus als Nahrungskonkurrenten des Leoparden angesehen werden. Jedoch besteht die Hauptnahrung dieser Reptilien aus Fisch und nur ein Bruchteil der Nahrung aus Landsäugetieren und Vögeln. Als ernster Nahrungskonkurrent können diese Jäger also ausgeschlossen werden. Der Schneeleopard ist ein Nahrungskonkurrent zum Leoparden. Jedoch lebt der Schneeleopard in den Bergen des Nordens in größerer Höhe als der Leopard. Somit kommen Begegnungen zwischen den 2 Arten kaum in Frage. Die Beutetiere des Leoparden können sich jedoch mit denen des Schneeleoparden überschneiden.

Der Luchs im Norden und der Karakal im Süden des Landes stellen Nahrungskonkurrenten zum Leoparden dar. Diese 2 Kleinkatzenarten ernähren sich zum Teil von den gleichen Beutetieren wie der Leopard. Jedoch bevorzugen diese 2 Jäger kleinere Beutetiere als der Leopard und Überschneidungen mit den Beutetieren des Leoparden sind eher gering.

Der größte Nahrungskonkurrent des Leoparden dürfte in Pakistan der Wolf darstellen. Der Indische Wolf und der tibetische Wolf (nur im Norden des Landes) sind echte Nahrungskonkurrenten zum Leoparden. Jedoch kommt der Leopard in vielen Gebieten, in denen noch Wölfe vorkommen schon nicht mehr vor.

Eine wissenschaftliche Studie zum Zusammenleben des Leoparden und des Wolfes in Pakistan ist dringend notwendig, um die Nahrungsgewohnheiten beider Arten in Pakistan besser verstehen zu können und so die beiden Arten effektiver schützen zu können.

Mensch-Leopard-Konflikt:

Habitatverlust und -fragementation:

Der Habitat des Leoparden, v.a. die Wälder im Norden, ist in Pakistan akut gefährdet.

Zum Habitat des Leoparden gehören tropische Trockenwälder, sowie immergrüne Laubwälder und mit steigender Höhe auch Misch- und Nadelwälder.

In diesen Wäldern weiden oft die Nutztiere von Nomaden, die v.a. im Winter aus höheren Weidegebieten im Norden und aus Kaschmir anreisen. Dies führt immer mehr zu einer Überweidung des Waldbodens und damit zu einer Degradierung des Waldes. Außerdem birgt das Übergrasen des Waldes für die einheimische Fauna weitere Gefahren.

So stellen die Nutztiere Nahrungskonkurrenten für die Pflanzenfresser des Gebietes dar. Die Raubtiere scheinen von dieser Situation zu profitieren, da ein Nahrungsüberangebot herrscht. Da es jedoch zu Nutztierrissen durch die Raubtiere kommt, werden diese in großer Zahl verfolgt und auch vergiftet. Jährlich werden so einige Bären, Leoparden, und Wölfe sowie eine ungeheuere Anzahl an Schakalen getötet.

Der Wald ist jedoch nicht nur durch Überweidung gefährdet. Eine wohl noch größere Gefahr geht von illegalen Holzeinschlag aus. Hierbei muss man jedoch unterscheiden. So leben in dem Gebiet viele Menschen, die noch keinen Zugang zu anderen Energiequellen als dem Holz, das der Wald bietet, besitzen. Andererseits gibt es eine Art von “Holzmafia”, welche ein großes, einflussreiches Netzwerk in Afghanistan und Pakistan aufgebaut hat und große Mengen an illegal geschlagenem Holz in ganz Pakistan vertreiben. Diese Holzmafia stellt eine große Bedrohung für das Naturerbe Pakistans dar, da sie in einer sehr schnellen Art und Weise die für Mensch und Tier wichtigen Wälder verschwinden lässt.

Ein weitere große Gefahr für die Wälder und somit auch für den Leoparden stellen Brandrodungen dar. Die bewaldeten Gebiete Pakistans werden immer öfter Ziel von Brandrodungen, um Nutzland zu schaffen. So legen Bauern Feuer, um fruchtbares Land für ihre landwirtschaftlichen Projekte zu gewinnen. Man versucht zwar diese Art von Nutzlandgewinnung einzudämmen, jedoch sind Brandrodungen auch heute noch Grund für das Verschwinden der pakistanischen Wälder.

Die Nutzlandgewinnung steht auch für viele Pakistani an oberster Stelle. So planen einige pakistanische Politiker für das sogenannte “New Murree Project” ein ganzes Gebiet nördlich der Hauptstadt in einen weiteren Reiseort zu verwandeln und dafür 10000nde Bäume zu fällen. Dieses Projekt bedroht nicht nur den Leoparden und Schwarzbären, die in diesem Gebiet eine Rückzugsmöglichkeit gefunden haben, sondern auch die Menschen, die laut einiger Studien von den Wäldern in ihrer Trinkwasserversorgung abhängig sind. Ferner ist es fraglich, ob sich ein solches Projekt wirtschaftlich lohnen würde.

Wilderei

Der Leopard ist in Pakistan durch Wilderei bedroht. Die Jagd auf wilde Tiere ist seit der Mogulenzeit Tradition. In der Zeit als britische Kolonie wurde diese “Tradition” noch fortgeführt und gesteigert. Die Jagd wurde Symbol für Reichtum und Stil. Die starke Bejagung ist Grund für das Aussterben vieler Arten, wie dem Tiger, dem asiatischen Löwen und dem asiatischen Geparden.

Auch wenn die Jagd auf den Leoparden offiziell verboten ist, werden weiterhin Leoparden gejagt. Dies wird dann meistens als “Notwehr” getarnt. Seit den tödlichen Zwischenfällen in der letzten Zeit (auf die ich später noch eingehen werde), ist der Leopard in Pakistan sozusagen “Freiwild”.

Der Leopard wird weiterhin aufgrund von Nutztierrissen – als Schädling – von Bauern erbittert verfolgt. Diese Bauern sind sehr stark von ihren Nutztieren abhängig, wieso alle Raubtiere für sie große Bedrohungen darstellen, da gerissene Nutztiere nicht ersetzt werden (können).

Die Nutztierrisse machen auf ein anderes Phänomen aufmerksam. So kommt es zu immer mehr Nutztierrissen durch Raubtiere, da die ursprünglichen Beutetiere auch als Trophäen bzw. für Zwecke der tradtionellen Heilkunst gewildert werden. Der Leopard ist also in doppelter Weise von Wilderei bedroht. Zum einen wird er selbst als Trophäe, als Raubtier und Schädling bejagt, andererseits werden seine Beutetiere bejagt, was auf die Raubtierpopulation fatale Auswirkungen hat.

Die Wilderei stellt in Pakistan ein immenses Problem dar. Reiche Pakistani jagen aus Prestige-Gründen und arme Pakistani um ihr Lebensunterhalt zu sichern. Die große Verbreitung von Schusswaffen (Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 40 – 50% der erwachsenen, männlichen Bevölkerung Schusswaffen besitzt) verstärkt dieses Problem zusätzlich.

Umweltschädigender Tourismus

Tourismus kann ein Segen für die Umwelt sein. Er kann gleichermaßen jedoch auch ein Fluch für die Flora und Fauna einer Region sein. In vielen Gebieten nördlich von Islamabad ist der Tourismus sowohl schädigend als auch fördernd für die Umwelt. Die Umweltverschmutzung, das schlecht geplante Eingreifen in die Ökosysteme des Gebietes, die hohe Lärmbelastung sind Faktoren, die den Leoparden gefährden.

Eine größere Gefahr stellt jedoch das Füttern von Rhesusaffen dar. So sind diese Affen in der Region regelrecht zu einer Touristenattraktion geworden. Affern werden mit Nahrung immer weiter an die Straßen gelockt, um dort von Touristen gefüttert zu werden. Dies scheint im ersten Augenblick eine gute Sache zu sein, doch die Affen verlieren so ihre Scheu vor dem Menschen und auch ihre wilde Lebensart.

Leoparden, deren Hauptbeutetiere in diesem Gebiet Rhesusaffen darstellen, folgen den Affen zu den Straßen und den menschlichen Siedlungen was zu einem noch größeren Mensch-Leopard-Konflikt führt.

Menschenfresser

In der letzten Zeit haben sich immer mehr Berichte von Leoparden, die Menschen anfallen gegeben. Die meisten Fälle, die in den europäischen Medien bekannt geworden sind, sind Berichte aus Mumbai (Bombay). Dort kam es in den letzten Jahren vermehrt zu tödlichen Zwischenfällen zwischen Leoparden und Menschen.

Doch auch in Pakistan ist es im letzten Jahr zu vielen Zwischenfällen gekommen. So wurden im letzten Jahr min. 9 – 12 Frauen und Kinder in den nördlichen Gebieten Pakistans von Leoparden getötet.

Man geht davon aus, dass Leoparden, die zu alt und langsam geworden sind, um Tiere im Wald zu jagen, die Frauen, die vorwiegend beim Holz- bzw. Früchtesammeln im Wald überrascht wurden, für die Zwischenfälle verantwortlich sind. Nach den Vorfällen wurden mehrere Leoparden getötet und untersucht, jedoch mit dem ernüchternden Ergebnis, dass keines der untersuchten Tiere ein Menschenfresser gewesen sein konnte (Untersuchungen am Magen der Tiere schließen dies aus).

Schutz des Leoparden:

Der Leopard bedarf dringend Schutz in Pakistan. Schutz kann jedoch nur funktionieren, wenn man nicht nur dem Tier, sondern auch dem Menschen hilft. Oft scheitern Schutzprojekte, da Schutzprojekte zwar den Tieren, jedoch nicht den Menschen zu gute kommt und für die Menschen eine Mehrbelastung darstellt. Wichtig ist es deshalb die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass auch sie einen Vorteil von Leoparden besitzt, den es ja tatsächlich gibt.

Der Leopard als Indikator für ein funktionierendes Ökosystem

Der Leopard wie auch andere große Raubtiere sind Indikatoren des Biosystems. Man kann davon ausgehen, dass in einem Gebiet, in dem es z.B. Tiger oder Leoparden gibt, ein intaktes Biosystem herrscht. Intakte Biosysteme, also eine gesunde Natur, sind für den Menschen sehr wichtig. So stellen die Wälder in Nordpakistan z.B. einen wichtigen Wasserspeicher für die ganze Region dar. Außerdem ist der Wald in dem Gebiet als natürlicher Lawinenschutz/Schutz vor Erdrutschen von großer Bedeutung.

Ein intakter Wald bietet der einheimischen Bevölkerung zudem Früchte, Holz und Heilpflanzen; die Nutzung des Waldes als natürliche Ressource sollte nicht unterbunden werden, sondern die natürlichen Ressourcen des Waldes sollten im Einklang mit der Natur und vor allem nachhaltig gefördert werden.

Der Wald als Erholungsmöglichkeit

Der Wald als Lebensraum des Leoparden kann auch hervorragend als Erholungsraum für die Bevölkerung dienen. In dem südasiatischen Land, das in den letzten Jahren mit Wirtschaftwachstumsraten von über 8% auf sich aufmerksam gemacht hat, gibt es immer mehr Menschen, die Erholungsmöglichkeiten suchen. Der Wald bzw. der Waldrand sind perfekte Gebiete für Erholungssuchende.

Nachhaltiger Tourismus als zusätzliche Einnahmequelle

Die Bevölkerung Islamabads nutzt die nahegelegenen Wälder schon lange als Erholungsmöglichkeit. Der Schutz des Leoparden un der anderen Fauna des Waldes könnte auch ausländische Reisende anziehen. Die meist sehr arme Bevölkerung des Gebietes, in dem der Leopard lebt, würde durch Schutz des Leoparden auch finanziell profitieren können. Jedoch ist es notwendig, dass der Tourismus nachhaltig und “sanft” betrieben wird und nicht die sowieso schon angeschlagenen Ökosysteme weiter beschädigt, damit die Ökosysteme nicht weiter zerstört werden und so diese Einnahmequelle wieder wegfällt.

Akute Maßnahmen zum Schutz des Leoparden

Neben den eher langfristig angedachten Schutzmaßnahmen, die auch der Bevölkerung zu gute kommen, sollten auch akute Maßnahmen unternommen werden, um den Leoparden vor der Ausrottung zu retten.

So sollte das strikte Jagdverbot für Leoparden weiter bestehen und vor allem auch auf alle Beutetiere des Leoparden ausgeweitet werden. Weiterhin sollte versucht werden der einheimischen Bevölkerung alternative Energiequellen zum Wald zu beschaffen, damit es zum einen nicht zu tödlichen Zusammenstößen mit Leoparden kommt und zum anderen der Habitat des Leoparden etwas geschont wird. Auch die Holzmafia sollte intensiv bekämpft werden, um den Habitat des Leoparden nicht noch schneller zu vernichten.

Diese Maßnahmen sollten unbedingt durch mehr gut ausgebildete und gut ausgestattete Wildhüter überwacht werden.

Des Weiteren sollten Nutztierrisse durch den Leoparden von der Regierung bzw. Umweltorganisationen ersetzt werden. Dies würde den einheimischen Bauern immens helfen und sie müssten den Leoparden nicht mehr so erbittert verfolgen. Ähnliche Projekte wie dies gibt es bereits in Turkmenistan. Dort scheint sich diese Maßnahme bereits auszuzahlen.

Unterstützen Sie die Leoparden Pakistans jetzt schon und unterzeichnen Sie die folgende Petition:

Petition zur Rettung des Leoparden in Pakistan

Links:

Cat Specialist Group

gute englische Seite über den Leoparden in Pakistan


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